Brot backen ohne Backofen: Topf, Pfanne, Grill
Ein Backofen ist praktisch, aber keine Voraussetzung für gutes Brot. Wer keinen besitzt oder im Sommer die Küche nicht aufheizen will, kann Teig in einem schweren Topf, in einer Pfanne oder direkt auf dem Grill garen. Entscheidend sind gleichmäßige Hitze, ein geschlossener Raum und genug Zeit zum Auskühlen. Ein gusseiserner Topf mit Deckel eignet sich am besten, weil er die Wärme speichert und den Dampf hält. Wer keinen Deckel hat, kann den Topf mit Alufolie abdecken, solange diese nicht das Brot berührt.
In der Pfanne gelingt vor allem flaches Brot. Der Teig wird dünn ausgerollt, die Pfanne stark erhitzt und das Brot von beiden Seiten gebacken. Für alle, die es eilig haben, gibt es eine erprobte Anleitung für Fladenbrot aus der Pfanne in zehn Minuten, die ohne Vorteig und ohne komplizierte Zutaten auskommt. Wichtig ist, den Teig vor dem Ausrollen kurz ruhen zu lassen, damit er sich nicht zusammenzieht.
Auf dem Grill braucht es indirekte Hitze. Ein Pizzastein oder eine gusseiserne Platte auf dem Rost verteilt die Wärme gleichmäßig, während der Deckel geschlossen bleibt. Kleine Brote oder Brötchen garen so in etwa zwanzig bis dreißig Minuten. Bei direkter Flamme verbrennt die Kruste, bevor der Kern durch ist. Ein Thermometer hilft: Bei 96 bis 98 Grad Celsius im Inneren ist das Brot fertig.
Nach dem Garen sollte jedes Brot auf einem Gitter auskühlen. Wer es heiß anschneidet, zerstört die Krume und verliert Feuchtigkeit. Ohne Backofen fehlt zwar die Oberhitze, doch mit einem heißen Topf, einer schweren Pfanne oder einem abgedeckten Grill lässt sich dieses Manko ausgleichen. Das Ergebnis steht dem Ofenbrot in nichts nach.